Gasthof Zahler

Drei Personen stehen nebeneinander
v.l.n.r. Christian Walburger (Private Banking), Christine Zahler, Maria Ceriani

Tradition, Familie und die Liebe zur Kartoffel

Manche Orte erzählen ihre Geschichte schon beim Betreten. So ist es auch bei unserem Genussmomente Partner.

Was heute ein beliebter Gasthof mit regionaler Küche, gemütlichen Gästezimmern und herzlicher Gastfreundschaft ist, begann einst als Landwirtschaft mit eigener Brauerei und Bierausschank.

Heute führt bereits die sechste Generation den Familienbetrieb mit viel Leidenschaft weiter. Dabei steht eines bis heute im Mittelpunkt: die Verbundenheit zur Region, zur Familie und zu hochwertigen, selbst erzeugten Lebensmitteln. Besonders die Kartoffel hat hier einen festen Platz. Vom eigenen Kartoffelfeld bis auf den Teller entsteht alles in familiärer Handarbeit – pflanzen, ernten, schälen, kochen und kreativ verarbeiten.

Im Gespräch haben wir erfahren, warum genau diese Werte den Gasthof seit Generationen prägen, wie immer wieder neue Ideen entstehen und weshalb viele Gäste seit Jahrzehnten immer wieder gerne zurückkehren.

   

Viele Gasthöfe stehen für regionale Küche. Bei Ihnen fällt jedoch sofort auf, dass die Kartoffel eine ganz besondere Bedeutung hat. Was steckt hinter dieser Tradition und warum ist sie bis heute ein Herzstück Ihres Hauses?

„Die Kartoffel gehört bei uns einfach zur Familiengeschichte. Schon mein Vater hat erkannt, dass ein Gasthof etwas Besonderes braucht, das ihn von anderen unterscheidet. Deshalb entstand die Idee, die Kartoffel nicht nur als Beilage zu servieren, sondern ihr eine eigene Bühne zu geben.

Bis heute bauen wir unsere Kartoffeln selbst an. Wir pflanzen sie, ernten sie gemeinsam als Familie, schälen und verarbeiten sie selbst. Dadurch wissen wir genau, wo unser Produkt herkommt und können eine Qualität bieten, die uns sehr wichtig ist.

Aus dieser Leidenschaft entstand auch unser beliebtes Kartoffelbuffet. Zweimal im Herbst und einmal am Aschermittwoch überraschen wir unsere Gäste mit einer Vielzahl kreativer Kartoffelgerichte – von Vorspeisen über Hauptgerichte bis hin zu süßen Desserts. Viele Besucher staunen, wie vielseitig eine Kartoffel eigentlich sein kann. Jedes Jahr entwickeln wir neue Ideen, probieren Rezepte aus und lassen uns auch auf Reisen inspirieren. So bleibt unsere Tradition lebendig und entwickelt sich immer weiter.“

Ein Familienbetrieb über sechs Generationen ist heute etwas Besonderes. Welche Werte haben den Gasthof über all die Jahre getragen und was möchten Sie auch künftig unbedingt erhalten?

„Unser wichtigster Wert ist die Familie. Bei uns arbeiten mehrere Generationen Hand in Hand. Jeder bringt seine Stärken ein – in der Küche, im Service oder hinter den Kulissen. Auch Geschwister, Schwägerin, Bruder oder Neffen helfen mit, wenn größere Veranstaltungen stattfinden. Diese familiäre Atmosphäre spüren auch unsere Gäste.

Ebenso wichtig sind für uns Bodenständigkeit und echte Gastfreundschaft. Wir möchten kein anonymes Restaurant sein. Viele Stammgäste kennen wir seit Jahrzehnten. Manche Familien besuchen uns bereits in der zweiten oder sogar dritten Generation. Aus ehemaligen Legoland-Besuchern sind inzwischen Urlaubsgäste geworden, die einfach wiederkommen, weil sie sich hier zuhause fühlen.

Besonders berührend sind die kleinen Gesten: handgeschriebene Briefe, Weihnachtskarten oder Gäste, die sagen: „Wenn wir hier ankommen, fühlt es sich an wie nach Hause kommen.“ Genau das ist für uns das größte Kompliment und bestätigt uns jeden Tag darin, unseren Weg weiterzugehen.“

   

Tradition und Innovation schließen sich oft nicht aus. Wie schaffen Sie es, immer wieder neue Gerichte und Veranstaltungen zu entwickeln und trotzdem Ihrer Herkunft treu zu bleiben?

„Unsere Grundlage bleibt immer die traditionelle Küche, doch wir sind offen für neue Ideen. Inspiration finden wir überall – auf Reisen, beim Restaurantbesuch oder sogar beim Einkaufen. Mein Mann ist Italiener und so entstehen manchmal ganz neue Kombinationen. Wenn wir beispielsweise interessante Ravioli entdecken, überlegen wir sofort, wie wir daraus eine Kartoffelvariante entwickeln könnten.

Bevor ein neues Gericht auf die Speisekarte kommt, wird natürlich gemeinsam ausprobiert, gekocht und verkostet. Erst wenn wir selbst überzeugt sind, dürfen auch unsere Gäste genießen.

Dasselbe gilt für unsere Veranstaltungen. Aus einer Idee während der Corona-Zeit entstand beispielsweise „Musik im Hof“. Heute spielen dort die örtliche Blaskapelle und auch der musikalische Nachwuchs unter freiem Himmel. Es ist kein großes Event mit viel Technik, sondern ein gemütlicher Sommerabend mit regionalem Essen, Musik und guter Gesellschaft. Genau diese Herzlichkeit macht unseren Gasthof aus.“

   

Genussmomente-Geheimtipp:

Wer den Gasthof besucht, sollte sich das Kartoffelbuffet im Herbst nicht entgehen lassen. Die Nachfrage ist mittlerweile so groß, dass es an zwei Terminen stattfindet. Von raffinierten Vorspeisen über kreative Hauptgerichte bis hin zu überraschenden Kartoffel-Desserts zeigt die Familie, wie vielseitig die regionale Knolle sein kann.

Ein weiterer Tipp für laue Sommerabende ist „Musik im Hof“: Blasmusik unter freiem Himmel, regionale Spezialitäten, ein kühles Bier und eine entspannte Atmosphäre – fast wie ein kleines Dorffest. Wer das authentische Bayern erleben möchte, ist hier genau richtig.