
"Ich bin verrückt, kreativ und mutig. Drei Worte, mit denen sich die Künstlerin Daniela Renner-Adam selbst beschreibt – und die zugleich ziemlich genau das widerspiegeln, was ihre Kunst ausmacht.
Frau Renner malt nicht nach einem festen Plan. Sie lässt sich auf Farben, Formen und Materialien ein und schaut, wohin der kreative Prozess sie führt. Schon immer war sie kreativ, doch ihre intensive Auseinandersetzung mit der Malerei begann nach einer Herzoperation im Jahr 2008. Sie entdeckte, dass das Malen ihr dabei hilft, Gedanken loszulassen und innere Anspannung abzubauen. Ihre Bilder nennt sie deshalb auch "Seelenbilder".
Seit 2010 besucht sie regelmäßig Malkurse an einer Volkshochschule. Dort hat sie gelernt, mit ungewöhnlichen Materialien zu experimentieren: Sand, Urgesteinsmehl, Asche, Ruß, Putz, Lehm, Rost oder Patina können ebenso Teil eines Bildes werden wie Papier oder Fundstücke. Eine klassische Vorstellung davon, wie ein Bild entstehen muss, gibt es für sie nicht.
"Ich bin kein Schönmaler, ich bin ein wilder Maler." Dieser Satz beschreibt ihre Arbeitsweise besonders treffend. Manche Bilder entstehen innerhalb einer halben Stunde, an anderen arbeitet sie über mehrere Abende. Mehrere Farbschichten können übereinanderliegen, bis sich daraus etwas entwickelt, das sie selbst nicht vorhersehen konnte. Ein Impuls genügt – ein Thema aus dem Malkurs, ein Material, eine Farbe oder einfach ein Gefühl.
Dabei erzählt nicht jedes Bild bewusst eine Geschichte. Manchmal entsteht die Geschichte erst im Nachhinein. Gerade diese Offenheit ist Teil ihrer Kunst: Sie lässt Raum für Zufall, Veränderung und die eigene Interpretation des Betrachters.
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Für Frau Renner muss Kunst nicht gefallen und schon gar nicht eindeutig sein. "Kunst ist immer im Auge des Betrachters." Was für den einen faszinierend ist, kann für den anderen unverständlich bleiben. Genau diese Freiheit gehört für sie dazu.
Und vielleicht ist es gerade diese Haltung, die ihre Bilder so besonders macht: Sie entstehen nicht, weil sie etwas Bestimmtes darstellen müssen. Sie entstehen, weil etwas aus ihr heraus will.